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"es wird an einem anderen ort ein totengräber gebraucht. dort wird man mich willkommen heissen

und ich muss nicht mehr fürchten, dass man versucht, mich zu vertreiben."


"glaubst du denn, das die menschen dort nicht genauso trauern, wenn ihnen das liebste stirbt?"


fragte sie verwundert. denn sie konnte sich nicht vorstellen, dass es ein sterben und einen tod ohne tränen gab.


er sah sie an und für einen moment schien die dunkelheit seiner augen aufgehoben zu sein.


"an diesem ort werden alle gestorbenen träume bewahrt.

sie haben besseres verdient, als achtlos am weg und hingeworfen, wie nicht mehr gebrauchtes,leise zu sterben. und ihre besitzer, die manchmal erst nach ganz langer zeit überhaupt merken, dass ihnen ihre träume verloren gegangen sind, haben doch bestenfalls ein wenig bedauern für sie übrig."


"jetzt willst du den menschen auch noch ihre träume nehmen?"


"ich nehme nichts, was nicht ein anderer freiwillig hergibt."


"aber was wird aus den menschen, wenn sie keine träume mehr haben?"


"ich weiss es nicht."


antwortete er.


die sonne war untergegangen und die ersten sterne leuchteten am himmel auf.


"hast du selbst denn noch träume?"


flüsterte sie.

 

"bevor jemand dieses amt übernimmt, muss er als erstes seine eigene träume begraben."


sie konnte in seiner antwort das lächeln hören aber dahinter - oder darunter, ganz tief - war ein klang, der sie erschauern liess.

1 Kommentar 8.2.16 23:15, kommentieren

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